MSA, Abitur und AbiBac 2017

Gut Ding will Weile haben… ein guter Wein benötigt Jahre der Reife, bis er sein volles Aroma entfaltet… ähnlich verhält es sich mit Schülerinnen und Schülern. Bei Abiturienten kann man davon ausgehen, dass sie im Schnitt zwölf Jahre Zeit für ihren schulischen Reifeprozess hatten. Und der diesjährige Moser Jahrgang hatte die optimale Mischung aus Sonne, Wasser, gutem Nährboden und der richtigen Menge Dünger. Alle Abiturienten haben somit erfolgreich das Abitur bestanden und einen phantastischen Durchschnitt von 1,7 erreicht, womit die Moser Schule wie in den vergangenen Jahren wieder deutlich besser ist als der Berliner Durchschnitt. Der Berliner Durchschnitt liegt wieder einmal bei 2,4.

Sieben unserer eigenen Absolventen haben sogar die Traumnote 1,0 erreicht, zwei eine 1,1 und drei eine 1,2 als Abiturdurchschnitt. 19 von insgesamt 42 Abiturienten hatten eine 1 vor dem Komma. Das ist ein phänomenales Ergebnis. Ebenso verhält es sich beim AbiBac. Zwölf Schülerinnen und Schüler sind zu den Prüfungen angetreten und haben auch diese mit Bravour gemeistert, sodass am Ende nicht nur alle ihr Bac erhalten haben, sondern dies auch noch mit einer mention – sprich mit Auszeichnung – bestanden haben. Fünf davon sogar mit der mention très bien – also der bestmöglichen Auszeichnung, die in Frankreich rar gesät ist. Die Prüferin aus Frankreich hat sich in einer mündlichen Prüfung beeindruckt sogar zur Note 20/20 hinreißen lassen, welche in Frankreich nur sehr selten vergeben wird.

Doch was macht diesen Erfolg aus? Ja, unsere Schülerinnen und Schüler sind schlau, aber wahrlich nicht alle hochbegabt. Unserer Meinung nach spielen hier verschiedene Faktoren zusammen: in der Regel kleinere Klassen und Kurse, motivierte Lehrerinnen und Lehrer, eine individuelle Betreuung der Lernenden nicht nur durch die Unterrichtenden, sondern auch durch Sozialpädagoginnen, eine Lerntherapeutin und eine Schulpsychologin und eben Schülerinnen und Schüler, die in der guten Atmosphäre Freude daran haben, ihr Potential zu entfalten, herauszufinden, was alles geht. Was sie leisten können. Abgerundet wird dies durch unser ausgewogenes Mensa-Konzept; denn schon früher galt: Leerer Bauch studiert nicht gern. Und damit man gut lernen kann, benötigt man abwechslungsreiche und nahrhafte Mahlzeiten.

Unsere 10. Klässler haben dieselben äußeren Rahmenbedingungen zum Lernen und somit haben alle auch in diesem Jahr den MSA, sprich Mittleren Schulabschluss, erfolgreich bestanden. Insbesondere wenn man im Vorfeld nicht aus dem deutschen Schulsystem kommt, ist dies nicht für jeden einfach und doch haben es auch in diesem Jahr alle geschafft. In der 10. Klasse ist der eingangs beschriebene Reifeprozess ja noch nicht so weit fortgeschritten, die Pubertät ist noch nicht bei allen in Gänze vorbei, man muss noch Fächer belegen, von denen man weiß, dass sie einem weniger liegen und die man erst nach der 10. Klasse abwählen kann. Von daher ist diese 10. Klasse jedes Jahr von neuem für einige fast ein Spaziergang, andere müssen sich zumindest in einigen Fächern ganz schön strecken und andere kämpfen sich tapfer und wacker durch die Anforderungen, die so ein schulisches Leben so mit sich bringen kann. Von daher sind wir stolz darauf, dass ihr diese Hürde schon einmal erfolgreich gemeistert habt und freuen uns, auf die zwei weiteren gemeinsamen Jahre, die in der Oberstufe noch vor uns liegen!

Für den nachfolgenden 10. Klasse-Jahrgang gilt: Auch für euch wird es das Mathe-Coaching geben, das euch helfen soll, die Inhalte der Mathematik der 7. bis 9. Klasse im Nachmittagsbereich zu reaktivieren, da im Unterricht nur die Inhalte der 10. Klasse vermittelt werden können, der MSA aber die Inhalte aller vier Jahre abfragt. Für die MSA-Vorbereitung im Fach Deutsch kommt nach den Ferien noch ein Deutsch Coaching hinzu, um all die zu unterstützen, die noch Hilfe bei grammatikalischen Feinheiten, der Zeichensetzung und auch dem nuancierteren Textverstehen haben.

Wir als Kollegen freuen uns, auch die nachfolgenden Jahrgänge wieder auf ihrem Weg zum nächsten Abschluss zu begleiten. Weil es unglaublich viel Spaß macht, mit ihnen zu arbeiten und sie auf diesem Weg zum Erwachsenwerden zu begleiten. Es ist immer wieder faszinierend mitzuerleben, was aus unseren jüngsten Schülerinnen und Schülern so wird, die in der Regel zur 5. Klasse in die Moser Schule kommen. Und es freut uns, dass sie anfangen für Dinge zu brennen. Dass sich mehrere engagieren, sei als in der Schule ohne Rassismus – Gruppe, sei es als Klassen- oder Schulsprecher. Das ist es, was wir ihnen neben aller klassischer Bildung mitgeben wollen. Dass sie ihren Wegen gehen müssen, dass sie dafür ihren Kopf und ihr Herz nutzen müssen, damit sie stets guten Gewissens in den Spiegel schauen können. Wir freuen uns, sie auf diesem Weg begleiten zu dürfen und sind gespannt, welche Ideen sie noch entwickeln werden. Denn das Potential dazu haben sie, ihren Weg erfolgreich zu meistern. Gutes Gelingen vorab!

Daniela Plümecke